(Flug-)Hafen

Halifax ~ Frankfurt ~ Tamm

03. Mai 2026 - 04. Mai 2026

Für heute war den ganzen Tag Sturm und viel Regen vorhergesagt - umso überraschter war ich am Morgen, dass es zwar grau aber trocken war - auch wenn drei verschiedene Wettterapps der Überzeugung waren, dass es bereits regne. Da ich erst um elf auschecken musste, schnappte ich mir meine Kamera und ging ins Steve~O~Reno's, eine weiteren Crew-Empfehlung, lecker frühstücken - der Bagel mit Lachs und der Capucchino waren beide super lecker. Von dort ging es nochmal in den Public Garden, um den best erhaltenen viktorianischen Garten Nordamerikas besser würdigen zu können als im Regen. Unterwegs gab es viel Fassadenkunst zu entdecken.

Nach einem kleinen Abstecher zum daneben gelegenen Camp-Hill-Friedhof machte ich mich auf den Weg zurück zum Hotel, auschecken und Gepäck einsammeln. Auf dem Weg zum Hotel machte ich schon Pläne, dass sich bei dem trockenen Wetter eventuell doch die Chance ergeben würde, die Zitadelle zu besuchen - aber als ich aus dem Hotel rauskam fing es an zu regnen und da der Regen eher stärker denn schwächer wurde, verwarf ich alle neuen Pläne und machte ich mich zügig auf den Weg zum Hafen - dort wartete mein Indoor-Plan, der Farmers Market und das Canadian Museum of Immigration at Pier 21.

Da der Regen noch nicht so schlimm war, ging es zuerst zum Farmers Market - war er doch das am weitesten entfernte Ziel. Der Markt war eine positive Überraschung - es gab dort überwiegend Handwerker, lokale Firmen und Essenshändler aus verschiedenen Ecken in Nova Scotia. Dort kam ich mit einigen Händlern ins Gespräch und erfuhr, dass sie jedes Wochenende zum Teil mehrere Stunden nach Halifax fahren, um dort ihre Waren auf dem Markt zu verkaufen.

Meine Reihenfolge war richtig - nach dem Markt war der Regen deutlich stärker. Ich retete mich in das Museum und habe dort viel über die Geschichte der Immigration nach Kanada und die kanadische Immigrationspolitik gelernt und nach einigen Kanadabesuchen merkt man wie die Themen sich verbinden - Themen, über die ich in Vancouver viel als unmittelbare Erfahrung der dortigen Bevölkerung gelernt habe (z.B. Diskriminierung asiatischer Immigranten), tauchten hier aus politischer Sicht wieder auf.

Zu meinem großen Bedauern hat der stürmische Regen am Nachmittag einen klassisch-kanadischen Mittagssnack verhindert - aber bei diesem Wetter hatte ich wirklich keine Lust mehr nass zu werden als unbedingt nötig, schließlich muss ich mit den Klamotten ja noch fliegen. Insofern gab es dieses mal keine Poutine (ein Verbrechen!) und auch keinen Donair, die kanadische Variante des Döners, das Lokalgericht von Nova Scotia. Stattdessen fuhr ich mit der Fähre nochmal nach Dartmouth und zurück - in der Hoffnung, dass es bei dem Wetter hübsch wackelt, aber die Fähre lag (leider) erstaunlich ruhig im Wasser. Danach machte ich mich auf den Weg zum Flughafen. Bis auf ein paar Wackler nach dem Start war es ein ereignisloser Flug - aber bei der Landung hatten wir noch einen tollen Blick auf die Skyline von Frankfurt. Vom Flughafen ging es für einen langen Tag direkt ins Büro, bevor es abends in die alte Heimat nach Tamm ging.

Das offensichtliche zuerst - ich werde wiederkommen! Auch wenn ich teilweise mit dem Wetter etwas Pech hatte, hat mir die Stadt gefallen - und es war definitiv noch out of season, die Stadt wird noch hübscher. Außerdem warten etwas später im Jahr noch Ziele wie die Zitadelle, Georges Island, mehr Natur in Neuschottland, Prince Edwards Island und natürlich der Start- oder Endpunkt meiner transkontinentalen Eisenbahnreise auf mich.

Nmultis Halifax und Nova Scotia