Regen & Nebel

Halifax

01. Mai 2026

Für heute Vormittag war Regen vorhergesagt. Da der Regen aber erst so richtig gegen 10 Uhr einsetzen sollte, nutzte ich den Morgen für den ersten Teil des Halifax Harbor Walks bis zum Fährhafen.

Da die zwei Fähren Teil des ÖPNVs sind und der Regen langsam etwas stärker wurde, beschloss ich die Woodhill-Fähre zu nutzen und einmal hin und zurück zu fahren. Der Plan hatte nur zwei Haken - es war sehr nebelig, sodass das erhoffte Skyline-Foto nur ein frommer Wunsch blieb, und der Regen wurde nur noch stärker.

Nachdem ich zurück war, wartete ich darauf, dass der Regen ein klein wenig nachließ um mich dann schleunigst ins Atlantik-Marine-Museum zu retten. Dort gab es einiges über die kanadische Navy, die (insbesondere Dampf-)Schifffahrt und beides in Verbindung mit den beiden Weltkriegen zu lernen. Einmal mehr ist mir in kanadischen Museen aufgefallen, wie man versucht die Perspektive der First Nations einzubinden, indem Teile der Ausstellungen von Vertretern der First Nations gestaltet werden. Auch wenn das sicher noch nicht perfekt ist und sich nicht über die ganze Ausstellung zieht, so ist doch klar zu erkennen, dass die Notwendigkeit und der Wille diese Perspektiven mitzudenken und zu präsentieren besteht. Highlights der Ausstellung sind insbesondere die detaillierten Modelle der großen Ozeandampfer und eine Ausstellung zur Titanic - die geborgenen Toten wurden damals nach Halifax gebracht.

Eigentlich sollte der Regen gegen Mittag aufhören, aber von Stunde zu Stunde verschob sich das Regenende eine weitere Stunde nach hinten, nur die Intensität des Regens schwankte zwischen unangenehm und eher sinflutartig. Daher nutzte ich die Gelegenheit zu einem Laden zu fahren, der auch Modellbahnen verkauft - richtig fündig wurde ich da aber nicht. Da der Regen ein wenig nachließ ging es danach in den Park Public Gardens. Ich hatte mir ein wenig mehr von dem Park versprochen - aber letztlich war ich glaub einfach zu früh in der Saison da und vor allem hat es ziemlich schnell wieder angefangen stark zu regnen, was einem ausführlicheren Erkunden im Wege stand. Daher wanderte ich im dann doch ziemlich starken Regen zurück Richtung Hotel um mich und meine Sachen einmal zu trocknen.

Gegen fünf wurde der Regen dann tatsächlich nochmal etwas weniger, sodass ich mich wieder auf den Weg zum Fährterminal machte und da der Regen nochmal auffrischte fuhr ich mit der Alderney-Fähre einmal nach Dartmouth und zurück. Danach war es nur noch ein leichter Nieselregen, sodass ich den zweiten Teil des Harbor Walks in Angriff nahm. Irgendwann hat der Regen dann auch ganz aufgegeben.

Am Ende des Harbor Walks kommt man am Bahnhof vorbei, da musste ich natürlich einmal vorbeischauen, die transkontinentale Eisenbahnreise von Küste zu Küste steht ja noch an. Von dort wanderte ich quer durch die Stadt um zumindest in der Dämmerung einmal noch bei der Zitadelle vorbeizuschauen, die ich im Regen vorhin ausgelassen hatte. Zum Abschluss fuhr ich noch einmal mit der Alderney-Fähre, um zumindest einmal im Trockenen auf dem Außendeck die Fahrt genießen zu können - aber so richtig zum Fotomachen war das Wetter immer noch nicht geeignet.